Weizen

Weizen

Ein weiterer wichtiger Teil unseres Betriebes ist der Winterweizenanbau. Meist wird er im Wechsel mit Mais oder Zuckerrüben angebaut. Die Aussaat erfolgt im Zeitraum von Oktober bis Dezember. Meist werden die Flächen gepflügt bevor mit einer Kreiselegge und der darauf sitzenden Drillmaschine gesät wird.

Pflug

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Pro m² werden dann 250 – 350 Körner gesät, diese sind mit einer sogenannte Beize versehen, ein Schutzfilm der die spätere Pflanze vor Krankheiten schützt. Im Boden angekommen dauert es nicht lange und bis die Pflanze gekeimt hat und wächst.

Im Frühjahr, wenn das Wachstum der Pflanze richtig einsetzt, wird der erste Dünger ausgebracht. Dies ist je nach Verfügbarkeit Gülle oder Mineraldünger, bei Mineraldünger wird ein Produkt auf Ammoniumbasis verwendet um eine Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser zu verhindern.

Ebenfalls im Frühjahr wird eine Herbizidbehandlung durchgeführt. Dabei werden Unkräuter zurückgedrängt, sodass der Weizen sich schnell entwickeln kann. Ist der Weizen groß genug unterdrücken die großen Weizenpflanzen die Unkräuter. So reicht eine einzelne Behandlung im Normalfall aus.

Im weiteren Wachstum wird an der Pflanze noch eine Fungizidmaßnahme durchgeführt. Diese unterdrückt schädliche und giftige Pilzkrankheiten welche auch dem Menschen schaden können. Dabei wird ebenfalls ein Wuchsregulierer eingesetzt der den Pflanzen hilft einen stabilen Stängel auszubilden. Dadurch werden die Pflanze robuster gegen Wind und Starkregen.

Sind die Ähren der Pflanzen entwickelt, erfolgt wenn nötig eine weitere Fungizidmaßnahme. Dabei werden auch Blattläuse bekämpft, wenn der Besatz zu hoch ist. Blattläuse können verschiedene Viren durch einen Biss in die Pflanze übertragen. Bei Insektiziden werden ausschließlich Mittel verwendet die nachweislich für Bienen ungefährlich sind. Diese und andere nützliche Insekten sollen nicht geschädigt werden. Der Aufwand von Fungiziden und Insektiziden hängt stark von der Wetterlage ab. In unserer Region ist der Weizen sehr viel anfälliger für Pilzkrankheiten als in den Mittelgebirgslagen. Dies liegt am Wind, der Luftfeuchtigkeit und der vorherrschenden Temperatur. Somit ist um die gleiche Qualität zu erzeugen bei uns oftmals eine Behandlung mehr nötig als in anderen Gebieten.

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Wenn der Weizen reif ist wird das Korn mit einem Mähdrescher geerntet und eingelagert. Der größte Teil der Ernte wird von uns in der Milchviehfütterung genutzt, die restlichen Mengen werden im Laufe des Jahres verkauft.

Während des Wachstums verbraucht ein Hektar Weizen ca. 180 kg reinen Stickstoff und entwickelt daraus Durchschnitt zwischen acht und elf Tonnen Getreide. Das Stroh wird gepresst und von uns für die Fütterung und die Stalleinstreu genutzt. Später wird das verbrauchte Stroh mit Mist und Gülle in die Biogasanlage gegeben und nach dem Gärprozess als Dünger wieder auf das Feld ausgebracht.