Zuckerrüben

Zuckerrüben

Die Zuckerrübe ermöglicht uns Europäern unabhängig von anderen Ländern die Zuckerversorgung sicherzustellen. So können wir auch bei Missernten im Ausland alle Menschen weiterhin mit Zucker versorgen.

Die Zuckerrübe wird bei uns im März gesät; sie wird auf unserem Betrieb teilweise auf Flächen angebaut auf denen vorher eine Zwischenfrucht war oder auf Flächen, die vorher gepflügt wurden. Die Zuckerrübe benötigt ein sehr feines Saatbett um eine gute Jugendentwicklung zu haben. Mit der Sämaschine werden dann ungefähr 110.000 Körner pro Hektar ausgebracht die sich alle zu einer Pflanze entwickeln sollen.

Foto-32

Die Düngung der Zuckerrübe erfolgt vor der Saat mit einer geringen Menge Gülle und kurz nach der Saat mit einer Mineraldüngergabe.

In den ersten 7 bis 14 Tagen erfolgt bereits die erste von drei Herbizidbehandlungen. Diese sind bei den Zuckerrüben öfters nötig, da diese Pflanze selbst sehr empfindlich gegenüber Herbiziden ist, dadurch sind wir gezwungen dreimal mit sehr geringen Wirkstoffkonzentrationen das Unkraut einzudämmen.

Im Juli und August kontrollieren wir fast täglich die Pflanzen auf den Befall von Pilzkrankheiten. Wird eine bestimmte Schwelle überschritten führen wir eine Fungizidbehandlung durch. Dies kann bis zu dreimal der Fall sein und hängt sehr stark von den Witterungsverhältnissen ab. In der Rhön müssen viele Zuckerrübenanbauer oft keine einzige Behandlung durchführen, in südlichen Bereichen mit weniger Wind sind teilweise mehr nötig.

Ab Oktober beginnt die Ernte, dazu werden die Rüben mit einem Roder aus der Erde gehoben und am Feld gelagert. Einige Zeit später kommt eine spezielle Maschine und lädt die Rüben auf Lastkraftwagen, die diese nach Wabern in die Zuckerrübenfabrik fahren, wo diese zu Zucker verarbeitet werden. Die Rüben können aber auch als Ersatz für Mais in der Biogasanlage genutzt werden.

Foto-34

Ein Hektar Zuckerrüben verbraucht ca. 150 bis 170 kg reinen Stickstoff und erzeugt daraus bis zu 90 t Zuckerrüben, aus denen ca. 17 t reiner Zucker entsteht. Die Pressschnitzel, ein Nebenprodukt der Zuckerrübenverarbeitung, nutzen wir in der Milchviehfütterung.